Sie befinden sich ab sofort auf der Webseite des BVL.
Sie kommen von der Webseite  

Hilfreiche Tipps
für den Unterricht

Individuelle Förderung und geeignete Maßnahmen wie Nachteilsausgleich oder Notenschutz sind essenziell, wenn es darum geht, Schüler mit Legasthenie und/oder Dyskalkulie innerhalb der Schule angemessen zu unterstützen. Doch auch einfache Veränderungen, die sich direkt im Unterricht umsetzen lassen, können diesen Schülern bereits helfen.

Kindern mit einer Lese-Rechtschreibstörung/Rechenstörung gelingt es in einer förderlichen Lernumgebung und einer unterstützenden Klassengemeinschaft deutlich besser, Lernfortschritte zu erzielen. Die Lernkompetenzen der Schüler werden gestärkt, schwierige Lernprozesse individuell gefördert. Folgende Unterstützungsmaßnahmen können Sie ganz unkompliziert in Ihren Unterricht integrieren:

Geben Sie dem Schüler einen festen Stammplatz vorne frontal zur Tafel

Als Lehrkraft haben Sie Ihren Schüler gut im Blick und können auf Unsicherheiten und Schwierigkeiten direkt eingehen. Die Konzentration und Wahrnehmung Ihres Schülers wird gestärkt.

Lassen sie den Schüler nur freiwillig vorlesen oder an der Tafel schreiben bzw. vorrechnen

Rechenschwache Kinder belastet das Rechnen an der Tafel besonders und sie fühlen sich dabei häufig „vorgeführt“. Ebenso ergeht es Schülern mit einer Rechtschreibstörung beim Schreiben an der Tafel, bzw. Schülern mit einer Lesestörung beim lauten Vorlesen vor der Klasse.

Stellen Sie Sonderregelungen für die Hausaufgaben auf

Nur individuell lernfördernde und erfüllbare Aufgaben helfen weiter. Eine Zeitvorgabe ist dabei sinnvoll. Sie sollte eingehalten werden, unabhängig davon, ob die Hausaufgaben fertiggestellt sind oder nicht.

Loben Sie Ihre Schüler für individuelle Lernfortschritte

Loben Sie auch dann, wenn es sich objektiv nur um kleine Erfolge handelt. Die Schüler brauchen diese Motivation dringend, da sie oft schon selbst ganz verzweifelt sind. Geben Sie dem Schüler bewusst Aufgaben, mit denen er sich auch vor der Klasse profilieren kann.

Gestalten Sie Klassenarbeiten übersichtlich und korrigieren Sie anerkennend

Übersichtliche, maschinenschriftliche Aufgabenblätter (mindestens Schriftgröße 12) - in Mathematik mit Platz für Nebenrechnungen und Zeichnungen -, dezent gestaltete Korrekturen (kein "rotes Blatt") sowie anerkennende und ermutigende Bemerkungen fördern die Lernmotivation.

Unterstützen Sie Ihre Schüler durch den Einsatz von technischen Hilfsmitteln

Selbst bei guter Förderung kann die Beeinträchtigungen einer Lese-Rechtschreib- bzw. Rechenstörung bis ins Erwachsenenalter reichen. Daher ist es wichtig, schon frühzeitig gute Kompensationsstrategien zu erlernen und ein „barrierefreies Arbeiten“ zu ermögliche. Und dazu zählt unter anderem auch die Nutzung technischer Hilfsmittel.

Sie interessieren sich für weitere Möglichkeiten, um Ihre Schüler optimal und individuell unterstützen zu können? Sie möchten wissen, welche Maßnahmen es für Nachteilsausgleich und Notenschutz gibt? Unsere Landesverbände beraten Sie hierzu sehr gerne.

Das könnte Sie auch interessieren:

 

© 2021 · Impressum · Datenschutz