Dyskalkulie-Diagnose

Für die schulische und außerschulische Förderung bei Dyskalkulie ist eine detaillierte, möglichst frühzeitige Diagnostik besonders wichtig. Mathematische Kompetenzen bauen jeweils direkt aufeinander auf, und je früher Lücken geschlossen werden, desto eher sind Lernfortschritte möglich. Im Vorfeld der Diagnose empfehlen wir Ihnen die enge Abstimmung mit Schule und Lehrern. 
Der Informationsfilm Diagnose Dyskalkulie bietet Ihnen weitere, ausführliche Erläuterungen. Alle BVL Filme finden Sie in unserer Mediathek.

Wer diagnostiziert?

Die Diagnose einer Rechenstörung ist durch Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zu stellen.

Was ist wichtig?

Schulleistungen und Lernstand

  • Schulbericht und Leistungsstand, individuelle Lernentwicklung sowie Noten und Leistungen in weiteren Schulfächern.
  • Standardisierte Rechentests für einen Vergleich des in der Altersgruppe üblichen Lernstandes.
  • Analyse der Lösungswege bzw. Rechenwege, um den Stand des mathematischen Verstehens und den individuellen Förderbedarf zu ermitteln.
  • Intelligenztest

Gesamtentwicklung und Folgeprobleme

  • Sprachliche und motorische Entwicklung
  • Seh- und Hörleistung
  • Fähigkeiten der Informationsaufnahme und -verarbeitung (kognitive Fähigkeiten)
  • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Sozialverhalten
  • Seelische Belastung
  • Psychosomatische Beschwerden (wie etwa Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit)

Rahmenbedingungen/äußere Faktoren

  • Art der Schule und Qualität des Unterrichts
  • Häufigkeit Klassen- und/oder Schulwechsel
  • Schulische Motivation
  • Bereits erfolgte Fördermaßnahme
  • Familiäre Situation

Bitte beachten Sie!

Für Förderunterricht und Nachteilsausgleich in der Schule gibt es in nur wenigen Bundesländern Regelungen. Die Ansprechpartner in unseren Landesverbänden informieren Sie detailliert über die Vorgaben in Ihrem jeweiligen Bundesland.