Kann man Legasthenie behandeln?

Eine Lese- und/oder Rechtschreibstörung ist nicht heilbar. Eine frühzeitige und gezielte Therapie kann jedoch helfen, Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben deutlich zu mindern und den Verlauf einer Legasthenie positiv zu beeinflussen. Selbst im Erwachsenenalter kann eine Legasthenie-Therapie noch sinnvoll sein.

Was ist eine Legasthenie-Therapie?

Eine Legasthenie-Therapie setzt direkt an den Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten an, um diese langfristig zu verbessern. Im Verlauf der Behandlung werden gemeinsam mit dem Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen effektive Strategien entwickelt, um mit den Problemen beim Lesen und Schreiben umzugehen. Bei einer ganzheitlichen Legasthenie-Therapie bzw. Lerntherapie werden außerdem individuell passende Lernstrategien entwickelt und die seelische Stabilität gefördert.

In unserem Informationsfilm über Legasthenie erläutert Ihnen eine Legasthenie-Therapeutin das genaue Vorgehen.

Für die Förderung bei Legasthenie sind in der S3-Leitlinie klare Richtlinien benannt. Wichtig ist, dass die Förderung symptomspezifisch ist, d.h. direkt an den Schwierigkeiten ansetzt. Wenn möglich, sollten zudem nur solche Förderprogramme verwendet werden, die wissenschaftlich evaluiert sind und deren Wirksamkeit somit auch belegt werden konnte.

Wie finde ich eine/n geeignete/n Therapeut*in

Bis heute wurde kein anerkanntes Berufsbild und kein entsprechendes Anforderungsprofil für Lerntherapeut*innen festgelegt. Daher gibt es auch viele Therapeut*innen ohne angemessene Qualifikation.

Der BVL hat daher einen definierten Weiterbildungsstandard zum „Dyslexie-Therapeut nach BVL® " erarbeitet. Dieser hilft Ihnen, eine/n qualifizierte/n und spezialisierte/n Therapeut*in zu finden.

Wer bezahlt eine Legasthenietherapie?

Die Kosten für eine Therapie müssen Sie in der Regel selbst tragen. Nur in bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme.

 

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