Zielgerichtete Lernförderung
in der Schule

Die Lernentwicklung eines Kindes mit Legasthenie oder Dyskalkulie kann in der Schule durch eine frühzeitige, individuelle Förderung positiv beeinflusst werden. Entscheidend ist, dass sich die getroffenen Maßnahmen immer am Lernstand des Kindes orientieren.

Kinder mit Lese-Rechtschreibstörung und/oder Rechenstörung benötigen in der Schule tatkräftige Hilfestellung. Lehrkräfte können im Unterricht für gezielte, individuelle Unterstützung, Lernförderung, Nachteilsausgleich und, sofern die schulrechtlichen Rahmenbedingungen dafür gegeben sind, Notenschutz sorgen. Auf diese Weise können den Schüler*innen anstehende Lernfortschritte ermöglicht werden.

Evaluierte Trainingsprogramme und Ansätze zu Lernförderung

Um Kinder mit Lernstörung in den Bereichen Lesen, Rechtschreibung und/oder Rechnen voranzubringen, ist eine Förderung seitens der Schule essenziell. Die Förderung kann während des regulären Schulunterrichts, in speziellen Förderkursen oder in Einzelkursen stattfinden. Welche Variante gewählt wird, richtet sich meist nach den personellen und zeitlichen Ressourcen, die eine Schule dafür aufbringen kann.

Abhängig davon, welche Probleme ein Kind beim Lesen, Schreiben oder Rechnen hat, steht den Lehrkräften, die ihren Schüler*innen gezielt und fachkundig helfen möchten, eine Auswahl an evaluierten Trainingsprogrammen und Ansätzen zur Lernförderung zur Verfügung:

Angebote zur Ergänzung der schulischen Förderung

Für den Fall, dass die Förderung des Kindes durch die Schule nicht ausreichend ist oder sogar überhaupt nicht angeboten wird, empfehlen wir dringend, eine/n Legasthenie- bzw. Dyskalkulie-Therapeut*in hinzuzuziehen. Eine effektive Förderung durch eigens ausgebildete Therapeut*innen, wie zum Beispiel BVL-zertifizierte Dyslexie-/Dyskalkulietherapeut*innen, ist der beste Weg, um die Lese-Rechtschreib- und/oder Rechenprobleme Ihres Kindes langfristig in den Griff zu bekommen.

Werden Sie zum Wegbegleiter

Im Schuljahr 2019/2020 zeichnet unser Bundesverband zum ersten Mal Schulen für besonders zukunftsweisende Förderkonzepte ihrer Schüler*innen mit Legasthenie und Dyskalkulie auszeichnen. Um welche Schulart es sich dabei handelt, ist unerheblich.

Wir haben Schulen aufgerufen mitzumachen und uns ihre „Best-Practice-Beispiele“ für eine besonders gelungene, individuelle Schulförderung einzureichen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie uns und den anderen Schulen, wie man zum „Wegbereiter“ für seine Schüler*innen wird.

Best-practice - "Früh erkennen - präventiv fördern"

Ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit von Jugendamt und Schule zur Förderung von Kindern mit Legasthenie und Dyskalkulie ist das Hilfsangebot FLEG des Landkreises Eichstätt. Der Bericht „Früh erkennen – präventiv fördern“ erklärt die Arbeit des Fachdienstes für lern- und entwicklungsauffällige Kinder an Grundschulen (FLEG), welcher auf einer engen Kooperation von Jugendhilfe, Schulamt und den beteiligten Grundschulen basiert.

 

© 2020 · Impressum · Datenschutz