Kann man Dyskalkulie behandeln?

Eine Rechenstörung ist nicht heilbar. Wird sie jedoch nicht behandelt, werden die Probleme weiter zunehmen und es kann sein, dass Folgekrankheiten entwickelt werden. Eine Therapie sowie spezielle Förderungen sind in jedem Fall anzuraten.

Was ist eine Dyskalkulie-Therapie?

Eine möglichst frühzeitige, individuelle Dyskalkulietherapie kann helfen, Probleme beim Rechnen deutlich zu mindern und den Verlauf einer Dyskalkulie positiv zu beeinflussen. Selbst im Erwachsenenalter kann eine Dyskalkulie-Therapie noch sinnvoll sein. Bei einer gezielten Dyskalkulie-Therapie kombiniert mit psychotherapeutischer Arbeit, werden individuell passende Lernstrategien entwickelt und die seelische Stabilität gefördert. Ziel ist es, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen grundlegende Fertigkeiten und Strategien aufzubauen, mit deren Hilfe sie bestehende Schwierigkeiten effektiv angehen können.

In unserem Informationsfilm über Dyskalkulie erläutert Ihnen eine Dyskalkulietherapeutin das genaue Vorgehen.

Für die Förderung bei Dyskalkulie sind in der S3-Leitlinie klare Richtlinien benannt. Wichtig ist, dass die Förderung symptomspezifisch ist, d.h. direkt an den Rechenschwierigkeiten ansetzt. Wenn möglich, sollten zudem nur solche Förderprogramme verwendet werden, die wissenschaftlich evaluiert sind und deren Wirksamkeit somit auch belegt werden konnten.

Wie finde ich eine/n geeignete/n Therapeut*in

Bis heute wurde kein anerkanntes Berufsbild und kein entsprechendes Anforderungsprofil für Lerntherapeut*innen festgelegt. Daher gibt es auch viele Therapeut*innen ohne angemessene Qualifikation.

Der BVL hat daher einen definierten Weiterbildungsstandard zum „Dyskalkulie-Therapeuten nach BVL" erarbeitet. Dieser hilft Ihnen, eine/n qualifizierte/n und spezialisierte/n Therapeut*in zu finden.

Wer bezahlt eine Dyskalkulietherapie?

Die Kosten für eine Therapie müssen Sie in der Regel selbst tragen. Nur in bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit einer Kostenübernahme.

Gerne beraten Sie dazu auch unsere Landesverbände.

 

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