Fragen & Antworten
zu Legasthenie

Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Kind eine Lese-Rechtschreibstörung (LRS) hat? Sie suchen den/die richtige/n Ansprechpartner*in für eine fundierte Diagnostik? Sie brauchen Hilfe und Unterstützung durch die Schule bei einer bestehenden Legasthenie? Hier finden Sie Antworten auf die fünf häufigsten Fragen über Legasthenie.

Fünf häufig gestellte Fragen über Legasthenie

Ich bin nicht sicher, ob mein Kind eine Legasthenie hat. Was soll ich tun?


Die Ansprechpartner in unseren Landesverbänden informieren Sie vor Ort ausführlich über die Symptome und zur Früherkennung einer Legasthenie. Darüber hinaus können Sie über unserer bundesweites BVL-Beratungstelefon eine Erstberatung erhalten. Besprechen Sie die Schwierigkeiten Ihres Kindes im ersten Schritt auch mit der entsprechenden Lehrkraft.

Ich habe beim Jugendamt angerufen. Dort kann man mir keine Anlaufstelle für eine Testung nennen. Wen kann ich ansprechen?

Sprechen Sie Ihre/n Kinderarzt*in an und bitten um eine Überweisung zu einem/r Facharzt*in für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder -psychotherapie, der/die eine detaillierte Diagnostik nach ICD-10 durchführen kann.

Ich habe einen Termin mit der Deutschlehrerin meines Sohnes ausgemacht. Er ist im dritten Schuljahr und hat große Probleme beim Rechtschreiben. Die Lehrerin meinte, es würde sich auswachsen und ich soll abwarten. Wie lange soll ich nun noch warten?

Wenn auch im 3. Schuljahr noch nachhaltige Probleme bestehen, sollten Sie so schnell wie möglich auf Nummer sicher gehen und für eine detaillierte Diagnose sorgen. Eine Legasthenie "wächst sich nicht aus". Sollte Ihr Kind davon betroffen sein, werden die Schwierigkeiten ohne individuelle Hilfe und Unterstützung weiter zunehmen. 
Bitten Sie Ihre/n Kinderarzt*in um Überweisung zu einem/r Facharzt*in, der/die eine fachkundige Diagnose erstellen kann. Stimmen Sie sich auch mit der Lehrkraft Ihres Sohnes über das Vorgehen ab und welche individuelle Förderung in der Schule möglich ist. Für detaillierte Informationen über Regelungen zum Nachteilsausgleich/Notenschutz in Ihrem Bundesland sowie zur schulischen Förderung stehen Ihnen unsere Ansprechpartner*innen im jeweiligen Landesverband gerne zur Verfügung.

Mein Kind hat eine Lese-Rechtschreibstörung. Bei wem muss ich den Antrag stellen, dass die Rechtschreibleistung nicht in die Gesamtleistungsbewertung einfließt?

Die schulische Vorgehensweise, die Zuordnung zum Personenkreis und die Leistungsbewertung sind in den rechtlichen Vorschriften der einzelnen Bundesländer geregelt. Sie weichen in ihren konkreten Vorgaben für individuelle Förderung und Nachteilsausgleich/Notenschutz teilweise erheblich voneinander ab. Für detaillierte Informationen zu den Regelungen in Ihrem Bundesland stehen Ihnen die Ansprechpartner*innen unserer Landesverbänden sehr gerne zur Verfügung.

Mein Sohn macht nun auch im Englischen viele Rechtschreibfehler, die alle als ganzer Fehler gewertet werden, obwohl der die Vokabeln gelernt hat. Wie kann ich helfen?

Bitte sprechen Sie die Problematik mit der Englischlehrkraft in Ruhe durch. Die gesetzlichen Regelungen zum Nachteilsausgleich in den einzelnen Bundesländern berücksichtigen für die Leistungsbeurteilung meist auch die Schwierigkeiten in den Fremdsprachen. Nähere Informationen zu den Regelungen Ihres Bundeslands erhalten Sie von unseren Ansprechpartner*innen des für Sie zuständigen Landesverbands.

Weitere Informationen finden Sie außerdem in unserem Ratgeber zu Fremdsprachen im BVL-Shop.

Weitere Fragen

Weitere Fragen und Antworten sowie Unterstützung und Argumentationshilfen erhalten Sie als BVL-Mitglied in unserem Mitgliederbereich, über unser bundesweites Beratungstelefon sowie über die Ansprechpartner*innen der einzelnen Landesverbände.

 

 

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