Der Bildungsauftrag der Schule für Kinder mit Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben

Der Ausbildungsauftrag der (Grund-)Schulen beinhaltet als einen Kernpunkt den sogenannten "Schriftspracherwerb" – den Lese- und Schreibunterricht. Ein Kernstück vieler Schulgesetze ist die Ausbildung und Förderung der Lesekompetenz. Haben Kinder Schwierigkeiten, lesen und schreiben zu lernen, sind die Schule und die betreuenden Lehrer gefordert, auch individuell zu lehren und zu unterstützen.

Wie wird dieser Auftrag umgesetzt?

Der Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) vom 04.12.2003 in der Fassung vom 15.11.2007 "Grundsätze zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder im Rechnen“ ist Basis für die konkreten Vorgaben und die praktische Umsetzung in den einzelnen Bundesländern. Diese gestalten ihren Lehr- und Förderauftrag eigenständig und jedes Bundesland erlässt eigene Vorschriften. Da diese teilweise erheblich voneinander abweichen, sind etwa bei einem Schulwechsel in ein anderes Bundesland andere Rahmenbedingungen für die individuelle schulische Förderung möglich und wahrscheinlich.

Wir beraten und unterstützen Sie

Es bestehen also keine bundesweit einheitlichen Vorgaben für die schulische Förderung, den Nachteilsausgleich und die dafür grundlegend notwendige Legasthenie-Diagnose. Unsere Landesverbände informieren und beraten Sie als Betroffene, Eltern oder Lehrer detailliert über die Regelungen und den Legasthenie-Erlass in Ihrem Bundesland.