Qualität und Transparenz in der Therapeutenausbildung

Der vom BVL entwickelte Zertifizierungsstandard soll Qualität und Transparenz in der Ausbildung von Legasthenie- und Dyskalkulie-Therapeuten schaffen. Ausbildungseinrichtungen, die sich bewerben und die Voraussetzungen erfüllen, werden überprüft und erhalten das BVL-Zertifikat. Nach der erfolgreichen Ausbildung an einer dieser Einrichtungen tragen Therapeuten den Titel "Dyslexie-Therapeut nach BVL"® beziehungsweise "Dyskalkulie-Therapeut nach BVL".

Anforderungen an die Weiterbildungseinrichtungen für den Bereich Legasthenie

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildungsinhalte teilen sich in Theorie und Praxis auf. Der theoretische Teil umfasst mindestens 100 Stunden (Schulstunden von 45 Minuten) sowie ein umfangreiches eigenständiges Literaturstudium.

Theorie

  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs.
  • Kenntnisse in und über Multiaxiale Diagnostik.
  • Grundlagen störungsspezifischer Art: biologische und psychologische, Grundlagen, komorbide Störungen, Auswirkungen auf Entwicklung und Lebenslauf, Legasthenie im schulischen Kontext.
  • Ausführliche Kenntnisse über: unterschiedliche Behandlungs- und Förderansätze, verhaltenstherapeutische Verfahren, Gesprächsführung und Beratung, Falldokumentation und Evaluation.

Praxis

Die theoretische Ausbildung wird durch einen Praxisteil von mindestens 20 Stunden (jeweils 50 Minuten) Hospitation und mindestens 50 Stunden Supervision mit höchstens acht Teilnehmern begleitet. Zusätzlich ist das Arbeiten an konkreten Fällen mit Verlaufsdokumentation von mindestens drei Fällen mit jeweils mindestens 40 Stunden erforderlich.

Zu den Anforderungen an die Weiterbildungsteilnehmer

Anforderungen an die Weiterbildungseinrichtungen für den Bereich Dyskalkulie

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildungsinhalte teilen sich in Theorie und Praxis auf. Der theoretische Teil muss mindestens 100 Stunden (Schulstunden von 45 Minuten) sowie ein umfangreiches eigenständiges Literaturstudium umfassen.

Theorie

  • Grundlagen des Schriftspracherwerbs.
  • Kenntnisse in und über Multiaxiale Diagnostik.
  • Grundlagen störungsspezifischer Art: biologische und psychologische Grundlagen, komorbide Störungen, Auswirkungen auf Entwicklung und Lebenslauf, Dyskalkulie im schulischen Kontext.
  • Ausführliche Kenntnisse über: unterschiedliche Behandlungs- und Förderansätze, verhaltenstherapeutische Verfahren, Gesprächsführung und Beratung, Falldokumentation und Evaluation.

Praxis

Die theoretische Ausbildung wird durch einen Praxisteil von mindestens 20 Stunden (jeweils 50 Minuten) Hospitation und mindestens 50 Stunden Supervision mit höchstens acht Teilnehmern begleitet. Zusätzlich ist das Arbeiten an konkreten Fällen mit Verlaufsdokumentation von mindestens drei Fällen mit jeweils mindestens 30 Stunden erforderlich.

Zu den Anforderungen an die Weiterbildungsteilnehmer