Dyskalkulie-Therapien

Die möglichst frühzeitige individuelle Lernförderung, unter Umständen bereits im Kindergartenalter, kann bei einer diagnostizierten Rechenstörung den Verlauf maßgeblich positiv beeinflussen. Im gezielten Lerntraining, kombiniert mit psychotherapeutischer Arbeit, werden individuell passende Lernstrategien entwickelt und die seelische Stabilität gefördert. In unserem Informationsfilm erläutert Ihnen eine Fachtherapeutin das genaue Vorgehen.

Was ist bei einer Therapie zu beachten?

  • Lerntherapie mit pädagogisch-psychologischer Förderung.
  • Ausschlaggebend für die konkrete Vorgehensweise sind der individuelle Lernstand und die erreichte mathematische Kompetenz sowie die Bedürfnisse, Schwierigkeiten und Stärken des Kindes.
  • Individuelle Förderung vor allem in Einzelsitzungen.
  • Lehr- und Lernmethoden auf Grundlage therapeutischer Diagnostik, die die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes in den Mittelpunkt rücken.
  • Nachgewiesene Wirksamkeit der Therapie.

Die Schwerpunkte einer geeigneten Therapie

Es gibt eine große Auswahl an Therapieangeboten. Sie sollten kritisch prüfen, was für die individuelle Förderung Ihres Kindes geeignet ist. Die folgenden Schwerpunkte sollten in einem Therapieangebot vertreten sein:

  • Gezieltes, individuelles Rechentraining, das sich bei vor allem fehlenden Basiskompetenzen auf ein entsprechendes Grundlagentraining konzentriert.
  • Berücksichtigung des individuellen Lernstandes, deutlicher Schwerpunkt auf dem Übergang von erreichten und nicht mehr erreichten Lernschritten.
  • Förderung des mathematischen Verständnisses, stärkenorientierte Lernstrategien und Arbeitstechniken.
  • Psychotherapeutische Arbeit im Hinblick auf die besonderen Schwierigkeiten des Kindes.
  • Abbau der Matheangst und emotionale Entlastung.
  • Stärkung der Motivation.

Qualifizierte Therapeuten und Therapiekosten

Bis heute sind kein anerkanntes Berufsbild und entsprechende Anforderungsprofile für Lerntherapeuten festgelegt. Der vom BVL erarbeitete und definierte Weiterbildungsstandard zum "Dyskalkulie-Therapeuten" hilft Ihnen, einen qualifizierten und spezialisierten Therapeuten zu finden.

Die Kosten für eine Therapie müssen Sie in der Regel selbst tragen. Nur in bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit für eine sogenannte "Eingliederungshilfe".