Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats
Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne
Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Klinikum der Universität München
Pettenkoferstr. 8a
80336 München
E-Mail: schulte@bvl-legasthenie.de
Prof. Gerd Schulte-Körne ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie und besetzt seit Oktober 2006 den gleichnamigen Lehrstuhl an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er ist Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Universität München. Seit 20 Jahren arbeitet Prof. Schulte-Körne in Forschung und Praxis zu Fragen der Diagnostik, der Ursachen und der Förderung bei der Legasthenie. Er ist Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirat des Bundesverbandes Legasthenie und Dyskalkulie e. V. und hat mehrere Handbücher und eine Vielzahl wissenschaftlicher Fachartikel zu dem Thema veröffentlicht. Prof. Dr. Schulte-Körnes wissenschaftliche Spezialgebiete sind die Erforschung der visuellen und der akustischen Informationsverarbeitung bei Lese- und Rechtschreibstörung, der genetischen Ursachen und der Entwicklung von Förderprogrammen. Das Marburger Rechtschreibtraining ist ein von ihm entwickeltes, lerntheoretisch begründetes Förderprogramm, das hinsichtlich seiner Wirksamkeit im Förderunterricht, als Elterntraining und in der Einzelförderung als wirksam gefunden wurde. Die noch weitgehend unbekannten Ursachen werden in einem europaweiten Projekt mit dem Titel "Neurodys - Dyslexia genes and neurobiological pathways" untersucht. Koordinator des mit drei Millionen Euro unterstützen Forschungsvorhabens, in dem 15 internationale Partner zusammenarbeiten, ist Prof. Dr. Schulte-Körne.
- Studium der Humanmedizin in Aachen und Marburg
- Promotion 1990 in Marburg
- Habilitation 1999 in Marburg
- Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie
- Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Philipps Universität Marburg und stellvertretender Leiter der Erziehungsberatungsstelle des Vereins für Erziehungshilfe e. V. Marburg
- Seit 2006 Universitätsprofessor für die Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Universität München
Seit 1986 Forschung im Bereich Lese-Rechtschreibstörung. Forschung zu den Ursachen (genetische, neurophysiologische und neuropsychologische Forschung, Bedeutung der visuellen und auditiven Informationsverarbeitung), Therapieforschung (Evaluationsstudien zum Marburger Rechtschreibtraining), Studien zum Verlauf und zur Diagnostik. Entwicklung des Marburger Rechtschreibtrainings (zusammen mit Frank Mathwig) Weiterer Forschungsschwerpunkt zum Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHD), zu depressiven Störungen im Kindes- und Jugendalter und zum Autismus.
Weitere Informationen: http://www.kjp.med.uni-muenchen.de
Verantwortungsbereich im BVL:
- Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates des BVL
- Bundesbeauftragter für Kongresse und Tagungen des BVL
Prof. Dr. Karin Landerl
Universitätsprofessorin für Entwicklungspsychologie
Universität Tübingen
Prof. Dr. Markus Nöthen
Institut für Humangenetik
Universität Bonn
Wilhelmstr. 31
53111 Bonn
E-Mail: markus.noethen@uni-bonn.de
- Studium der Humanmedizin und Promotion in Würzburg
- Habilitation 1996 in Bonn
- Facharzt für Humangenetik
- Oberarzt im Institut für Humangenetik der Universität Bonn
- Direktor des Zentrums für Medizinische Genetik der Universität Antwerpen
- Seit 2004 Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Professor für Genetische Medizin an der Universität Bonn, Leiter der Abteilung für Genomik am Forschungszentrum Life & Brain
- Seit 2008 Direktor des Instituts für Humangenetik der Universität Bonn
Seit über 10 Jahren Forschung zu den molekularen Ursachen der Lese-Rechtschreib-Störung.
Prof. Dr. Günther Thomé
Didaktik der deutschen Sprache und Sprachwissenschaft des Neuhochdeutschen
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Akademischer Werdegang und Arbeitsschwerpunkte in Stichworten:
- Studium und Abschlüsse:
Evang. Theologie (kirchl. Examen), Altorientalistik (Sumerisch, Babylonisch-Assyrisch, Hethitisch), Ägyptologie, Semitistik, Ungarisch, Germanistik, Erziehungswissenschaften, Indogermanistik und Philosophie an den Universitäten Marburg und Berlin (FU); Promotion in Germanistik (Linguistik) an der FU Berlin und Habilitation für Germanistische Didaktik und Sprachwissenschaft an der Universität Oldenburg - Forschung:
Mitarbeit im DFG-Forschungsprojekt, „Innere Regelbildung im Orthographieerwerb“; Mitglied im DESI-Konsortium (Deutsch-Englisch-Schülerleistungen-International), eine Studie im Auftrag der KMK (www.desi.de);
Gemeinsam mit Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne Leitung des Forschungsprojektes, "Veränderung von Hirnfunktionen beim Lesen- und Schreibenlernen", im Rahmen des Schwerpunktprogramms NIL (Neuroscience-Instruction-Learning), gefördert durch das BMBF - Lehrtätigkeit:
An den Universitäten: Freie Universität Berlin, Oldenburg, Hildesheim, Bielefeld und Osnabrück; seit 2008 W3-Professur für Didaktik der deutschen Sprache und Sprachwissenschaft des Neuhochdeutschen an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. - Arbeitsschwerpunkte:
- Normaler und verzögerter Schriftspracherwerb
- Psycholinguistik des Schrifterwerbs (Entwicklungsmodelle des Schrifterwerbs)
- Theoretische und praktische Aspekte der orthographischen Fehleranalyse
- Förderkonzepte bei Rechtschreibschwäche
- Entwicklung und Bewertung von Unterrichtsmaterialien
- Empirische Bildungsforschung im Bereich der Rechtschreibung
- Orthographietheorie und Schriftgeschichte
- Anfänge der Schriftkultur
- Alphabetische und nichtalphabetische Schriften
- Phonem-Graphem-Beziehungen im Deutschen
- Prinzipien der deutschen Orthographie
- Statistische Verhältnisse in der deutschen Orthographie
- Normaler und verzögerter Schriftspracherwerb

